Wohnungsmangel – wer bringt frischen Wind in den Markt?

Was steht in den Wahlprogrammen der Parteien zum Thema Immobilienpolitik? Mehr Regulierung oder nachhaltige Reformen.

Welche Partei bringt frischen Wind in einem Markt, der für jeden einzelnen Bürger sowie für den Zusammenhalt und den Wohlstand der Gesellschaft so immens wichtig ist.

Als Kölner Immobilienunternehmen nimmt Hansch Immobilien die bevorstehende Wahl zum Anlass, um die Konzepte zur Immobilienpolitik aus dem Wahlprogramm der Parteien zu vergleichen. Dass unbedingt etwas getan werden muss, um nachhaltig den Wohnungsmangel, speziell in Ballungsgebieten zu beheben, steht wohl außer Frage.

Die Zahlen aus dem neu veröffentlichten IMMOBILIEN COMPASS 2017 der Hansch Immobilien IVD Unternehmensgruppe Köln sprechen für sich selbst. Mitte September 2017 stehen aktuell rund 1.000 Mietangebote einer Zahl von rund 261.000 Wohnungssuchenden gegenüber (Quelle: immobilienscout24). Auch wenn sich die absoluten Zahlen laufend verändern, eine Mehrfachsuche der Mietinteressenten nicht ganz auszuschließen ist. Die Relation bleibt unverändert und das ist schlichtweg erschreckend.

Rückblick der Immobilienpolitik

Die Antwort der Politik ist bekannt: Die Mietpreisbremse seit Juni 2015. Die erhoffte Wirkung blieb bisher aus. Zumal eine Preisbremse keinen neuen Wohnraum schafft. Die ökonomische Bewertung der Mietpreisbremse ist ausgesprochen negativ. Nachzulesen in einem Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Köln und in Auftrag gegeben vom Zentralen Immobilienausschuss e. V. (ZIA) im Juni 2017. Die bisherigen Eingriffe des Gesetzgebers bremsten gerade jene Bereiche, die eigentlich unterstützt werden müssen: Investitionen in den Neubau und in den Bestand sowie den privaten Eigentumserwerb. Die Verschärfung der Energiesparverordnung (EnEV) im Mai 2014 fällt auch in diese Kategorie. So wichtig das Ziel des Umweltschutzes ist, die energetischen Anforderungen an den Neubau verteuern die ohnehin schon hohen Baukosten noch weiter.

Wahlprogramme der Parteien – Immobilienpolitik 2017

In den Wahlprogrammen der Parteien fordert das eine Lager eine deutliche Verschärfung der staatlichen Regulierungen – Stichwort: Mietpreisbremse. Wohingegen die beiden anderen Parteien mehr auf Marktwirtschaft und Anreize setzen. Eine Wohnungsbauförderung durch erhöhte Abschreibung lehnt das eine Lager ab. Ja oder nein zur Wiederbelebung einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft (= soziale Wohnraumförderung) wird auch kontrovers betrachtet. Wer sich vor der Wahl noch ein genaues Bild machen möchte, ist gut beraten, sich zu informieren. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) hat speziell für die Bundestagswahl eine Übersicht erstellt: Wahlprogramme im Vergleich. Im Internet abrufbar unter http://ivd.net/berlin-wahlprogramme-vergleich/

Ideen müssen umgesetzt werden

Ideen müssen umgesetzt werden und hier fehlt es derzeit noch an Durchschlagskraft. Aber gibt es Ideen, die den Wohnungsmarkt entlasten, privaten Eigentum fördern und Investitionsanreize verstärken? Hierzu ein Kommentar von Jürgen Hansch, Inhaber der Hansch Immobilien Köln und Immobilien-Sachverständiger: Bürokratie-Abbau und ein vernünftiges Augenmaß bei der Genehmigung von Bauvorhaben muss ein wichtiges Ziel sein. Als Hausverwalter und Immobilienmakler klagen mir die kleinen privaten Vermieter ihr Leid. Baugenehmigungen zur Nutzung von Ausbaureserven dauern bis zur Feststellung zu lange oder können auf Grund von überzogenen behördlichen Anforderungen nicht bezahlbar durchgeführt werden.

Download Magazin IMMOBILIEN COMPASS 2017

Eine vor kurzem veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln besagt das 3,9 Millionen Kleinvermieter rund 15 Millionen Wohnungen als Mietraum zur Verfügung stellen. Doch die finanziellen Belastungen wie energetische Sanierungen, zunehmende Regulierungen oder Erhaltungssatzungen (Milieuschutz) verhindern Investitionen.

Jürgen Hansch: Staatliche Reglementierung hat selten zum Ziel geführt. Regulierte Förderung, wäre der richtige Weg. Förderung von selbstgenutzten Wohneigentum, Investitionsanreize sowie die Nutzung von städtischen Ausbaureserven sind sogenannte „Produktionsfaktoren“ für mehr Wohnraum. Wenn ich durch die Stadtteile von Köln gehe, sehe ich viele Aufstockungsmöglichkeiten. Experten haben ein hohes Potenzial an möglichen Ausbauflächen bundesweit festgestellt. Ein großer Teil Häuser, die älter und schützenswert sind, aber durch Baumaßnahmen ihren Bestandsschutz verlieren. Dann greifen Maßnahmen wie Brandschutzverordnungen, energetische Sanierung und vieles andere mehr, die für den privaten Vermieter nicht finanzierbar sind. Bitte nicht falsch verstehen. Wir dürfen auf Sicherheit und Umwelt nicht verzichten. Nur wir sollten es nicht übertreiben. Unsere Nachbarländer wie die Niederlande können mit ihren geringeren Bauauflagen auch sicher und gut Wohnen.

Die Hansch Immobilien IVD Unternehmensgruppe hat eine spezielle Rubrik auf ihrer Homepage www.hansch-immobilien.koeln eingerichtet. Unter dem Navigationspunkt COMPASS informiert das Kölner Immobilienunternehmen über Preise und Marktentwicklungen sowie viele andere Themen wie beispielsweise Bauen. Fördern. KfW.

Mehr zu Mietpreisbremse und Co. sowie anderen wichtigen Themen finden Interessierte im neuen Immobilien-Magazin IMMOBILIEN COMPASS, der auf der Homepage kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt wird.

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